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Mainzer Klepper-Garde 1856 e. V

Johannes-Kepler-Str. 6
55129 Mainz

Telefon: 06131 / 63 23 11
Telefax: 06131 / 61 42 29
e-mail: mkg@mkg1856.de
URL: www.mkg1856.de

 

Zweitälteste Garde in Mainz. Sie wurde von zwei ehemaligen Ranzengarde-Mitgliedern gegründet, mit dem weitsichtigen Ziel, Mainzer Buben (!) „als wohlgeordnete Gruppe in die Armee des närrischen Prinzen“ einzugliedern. Erst nach 1927 wurden auch Mädchen in die Garde aufgenommen.

 

Die einfache Uniform, bei der Papierschnitzel in den vier Fastnachtsfarben auf einen Anzug genäht wurden, ist noch heute in Ihrer Grundkonzeption erhalten. Lediglich das Material – Papier – wurde durch haltbarere und vor allem durch wasserfeste Stoffe ersetzt.

 

Ihr Namewurde von einem seinerzeit sehr beliebten und ganz einfach aus dem Holz von Zigarrenkisten herzustellendem Lärminstrument, der „Klepper“, abgeleitet. Es war selbstverständlich, dass jeder Mainzer Junge damals auch „kleppern“ konnte. Dies ist zwar heute kaum noch der Fall, doch durch den jährlich stattfindenden Klepperwettbewerb wird diese Tradition hochgehalten. Auch die Jugendarbeit der Garde hat ihren hervorragenden Platz in der Mainzer Fastnacht behauptet, wie es seit1969 in der Sitzung „Jugend in der Bütt“ zum Ausdruck kommt.

 

Über die Jugend wurden auch immer die Eltern in das närrische Geschehen mit eingebunden. Der Komponist des 1857 übernommenen und auch heute noch aktuellen Gardemarsches „Alle echte Meenzer Bube, die sind bei de Kleppergard“ ist unbekannt. Auch der Text wurde – obwohl inzwischen eine große Anzahl junger Mädchen der Garde angehören – nicht geändert.

 

Bedingt durch die Zielgruppe schwankte die Mitgliederzahl stärker, als bei anderen Garden. Zur Zeit liegt sie bei ca. 400. Der bekannteste Klepperbub war Carl Zuckmayer.

 

Historie:

 

Das fastnachtliche Treiben war Anfang der dreißiger Jahre des 19. Jahrhunderts so bunt ausgelassen, dass es 1837 notwendig wurde, einen ersten geordneten Zug zu bilden den sogenannten "Krähwinkler Landsturm". Im gleichen Jahr wurde auch die erste Garde gegründet, die Mainzer Ranzengarde, damals genannt Mainzer Ranzengardebatallion. 1838 gründeten dann Männer wie Dr. Zitz, Karl Michel, Nicolaus Krieger und Karl Zulehner den Mainzer Carneval Verein (MCV). Es war die Zeit der politischen Überwachung, das freie Wort war verboten, die Zeitungen wurden zensiert, demokratische Bestrebungen jeglicher Art wurden von den Fürsten verboten. Was lag näher, als unter der Tarnung der Narrenmütze die unerträglichen Verhältnisse dieser Zeit anzuprangern und zu verurteilen!

 

1856 sammelte Karl Dremmel die Mainzer Buben, die Jugend beteiligte sich erstmals an einem Umzug. Das war neu! Aus welchen Gründen auch immer, die Teilnahme von Kindern an einem Umzug war 1843 durch einen Beschluss vom MCV abgelehnt worden. Tatkräftig unterstützt wurde Karl Dremmel von Peter Sonn, der mit ihm ebenso als Begründer der MKG angesehen werden darf. 

 

Neben der MKG marschierten auch die Haubinger mit, die dann 1857 als Garde gegründet wurde. Das Auftreten der "Klepperbuben" fand nicht nur eine weithin große Anerkennung, sondern vertiefte auch die Verbundenheit der gesamten Bevölkerung mit der Fastnacht, waren doch bei über eintausend Mitwirkenden mittelbar jetzt mit dem Zug  verbunden. 

 

Bereits Wochen vor dem Umzug klang das Kleppern durch alle Gassen, Jubel und Fröhlichkeit verbreitend bis schließlich, angeführt vom Urnarr Karl Dremmel auf dem "Schockelgaul" die Schnitzelbajassen wohl geordnet und singend den Zug bereicherten und an hervorragender Nr. 3 anführten. 
War die Mitgliedschaft in der Garde früher nur Buben gestattet, öffnete sich die Garde im Laufe der Zeit auch dem weiblichen Geschlecht. 

 

Tragen andere Garden in Mainz  sehr oft farbenprächtige Uniformen, die meist historischen Vorbildern nachempfunden sind, zeigt sich die Mainzer Klepper-Garde im vierfarbbunten "Schnitzel-Bajazz". Diese Art der Kostüme sind in der schwäbisch-alemannischen Fastnacht sehr bekannt. Vermutlich hatten Schwarzwald-Flößer, die auf ihren Reisen rheinabwärts immer wieder in Mainz Station machten, diese Kostüme nach Mainz gebracht. In den Anfängen bestand die Uniform aus selbst hergestellten vierfarbigen (rot, weiß, blau und gelben) Papierschnitzeln, die auf die Kleidung aufgenäht wurden. Mittlerweile ersetzte man sie durch Filzstreifen.

10.10.13 11:29
 
Letzte Einträge: Närrisches Grundgesetz der Mainzer Fastnacht , Mainzer Freischützen Garde 1901 e.V., Die Fastnachtsbeichte


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